Der Name leitet sich von der Gründung des Ortes ab. Der Ort wurde an einer Aue gegründet;
daher entstand der Name aus „Große schöne Aue“.
Großschönau wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf angelegt.
Der Ortsteil Neuschönau besteht aus einzelnen Häuslerzeilen. Die erste urkundliche Erwähnung von
Großschönau als »Magnum Sonow« stammt aus dem Jahr 1352. 1430 besaß Großschönau einen Rittersitz unter
dem Grundherrn Peter von Maxen, einem Widersacher der Hussiten,[2] und 1564 ein Rittergut.
Großschönau unterstand von 1587 an über 250 Jahre dem Zittauer Rat als Grundherr. 1666 entsandte dieser
die Brüder Friedrich und Christoph Lange, zwei Leineweber des Ortes, nach Holland,
um die Kunst der Damastweberei zu erlernen. Schon wenige Jahrzehnte später war der Leinendamast aus
Großschönau weit über die Landesgrenzen bekannt. Europäische Herrschaftshäuser bezogen deshalb ihre
Tischwäsche vorzugsweise aus Großschönau.
1834 vereinfachte die Jacquardtechnik die bis dahin sehr aufwendige Damastweberei. Schon 1856 stellte
der Großschönauer Fabrikant Carl Heinrich Schiffner den ersten Frottierwebstuhl in Deutschland auf.
Seitdem entwickelte sich Großschönau zu einem Industrieort mit leistungsstarken Frottierwebereien,
wie Lieske & Häbler, Richter & Goldberg und C. G. Hänsch. Heute führen die Firmen Frottana-Textil GmbH
und Damino GmbH die langjährige Textilindustrie in Großschönau fort.[1]